Wirtschaftlichkeit & Pacht

Wirtschaftlichkeit & Pacht

Bis zu 4.000€ je Hektar zusätzlich zum Ertrag aus der Landwirtschaft bei max. 15% Flächenverlust

Pachtmodelle bei Agri-PV

Flexible Pachtmodelle für Ihre individuellen Bedürfnisse

Feste Jahrespacht

  • Konstanter Betrag pro Hektar
  • Hohe Planungssicherheit
  • Unabhängig vom Stromertrag

Feste Pacht

  • Langfristiger Werterhalt
  • Geschützte Einnahmen
  • Planungssicherheit

Hybridmodelle

  • Basis-Pacht + Ertragskomponente
  • Projektspezifisch
  • Individuelle Vereinbarung

In der Praxis

Überwiegend wird die feste, indexierte Pacht genutzt – für maximale Planungssicherheit und langfristige Stabilität.

Beispielrechnungen pro Hektar

Konkrete Zahlen für Ihre Planung

Beispiel 1

4 Hektar Dauergrünland. Hiervon können 2,5 Hektar belegt werden. 1P Tracker.

  • Gesamtgröße der Anlage: 3.350 kWp
  • Pacht: 4€ je kWp = 13.400€ jährliche Pacht
  • oder: 214.400€ Einmalpacht

Beispiel 2

2,5 Hektar Weideland mit Pferden. Hiervon können 2,5 Hektar belegt werden. Tische mit einer lichten Höhe von 2,9m.

  • Gesamtgröße der Anlage: 3.042 kWp
  • Pacht: 4€ je kWp = 12.168€ jährliche Pacht
  • oder: 194.688€ Einmalpacht

Beispiel 3

3 Hektar Schlag, Ackerbau. 2P Tracker mit Reihenabstand 7m.

  • Gesamtgröße der Anlage: 3.747 kWp
  • Pacht: 4€ je kWp = 14.988€ jährliche Pacht
  • oder: 239.808€ Einmalpacht

Einflussfaktoren auf die Pachthöhe

Die Höhe Ihrer Pachteinnahmen hängt von mehreren fachlich relevanten Faktoren ab. Sonnige Lagen mit optimaler Ausrichtung erzielen höhere Erträge.

1. Standort & Ausrichtung

Sonnige Lagen mit optimaler Ausrichtung erzielen höhere Erträge.

  • Südausrichtung (180°): Optimal für maximale Sonneneinstrahlung
  • Südost/Südwest (135°-225°): Sehr gute Erträge
  • Ost/West (90°/270°): Gute Erträge möglich
  • Nordausrichtung: Deutlich geringere Erträge

2. Verschattung

Verschattung durch Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse reduziert den Ertrag:

  • Keine Verschattung: Maximale Pachthöhe möglich
  • Teilverschattung: Reduzierte Pachthöhe
  • Starke Verschattung: Deutlich niedrigere Pachthöhe

3. Flächengröße

Größere Flächen ermöglichen Skaleneffekte:

  • Größere Flächen: Höhere Gesamtpacht durch Skaleneffekte
  • Kleinere Flächen: Niedrigere Gesamtpacht
  • Mindestfläche: In der Regel 1-2 Hektar für wirtschaftliche Nutzung

4. Bodenqualität & Landwirtschaft

Die Doppelnutzung erfordert gute Bedingungen:

  • Gute Bodenqualität: Wichtig für erfolgreiche Landwirtschaft unter den Modulen
  • Pflanzenverträglichkeit: Bestehende Landwirtschaft muss weiterhin möglich sein
  • Bewirtschaftbarkeit: Landwirtschaftliche Maschinen müssen unter den Modulen arbeiten können

5. Technische Faktoren

Der gewählte Systemtyp beeinflusst den Ertrag:

  • Hochaufständer: Gute Verschattungssteuerung, höhere Erträge
  • Tracker-Systeme: Nachführung der Sonne, optimale Erträge
  • 1P-Tracker: Einachsige Nachführung, sehr gute Erträge

6. Regionale Faktoren

Die geografische Lage beeinflusst die Sonneneinstrahlung:

  • Sonneneinstrahlung: Regionale Unterschiede (kWh/m² pro Jahr)
  • Klimatische Bedingungen: Wetterbedingungen in der Region
  • Netzanschlussnähe: Nähe zum Stromnetz reduziert Anschlusskosten
  • Regionale Förderungen: Zusätzliche regionale Unterstützung möglich

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Agri-PV vs. klassische Freiflächen-PV

Der direkte Vergleich

Thema Agri FFPV
Landwirtschaft bleibt erhalten entfällt
Pacht -4000€ je ha 3-3500€ je ha
Genehmigung planbar, Baurecht Bebaungsplan, Flächennutzungsplan
Zeit bis Bau: 6-12 Monate 12-48 Monate
Akzeptanz hoch häufig kritisch
Förderung: Bonus EEG Ausschreibung

Fazit

Agri-PV schafft eine stabile zweite Ertragssäule, ohne Investitionskosten mit geringen Flächenverlust für die Landwirtschaft. Besonders in Zeiten steigender Betriebskosten uns sinkender Subventionen ist die Zusatzpacht ein entscheidender Faktor für die langfristige Absicherung landwirtschaftlicher Betriebe.